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Wünsche werden wahr!

Ein bisschen aufgeregt waren selbst wir – gestern, am 18. Dezember 2013 fand die Übergabe der Herzenswünsche unserer drei Gewinner des großen „Wünsche werden wahr“-Gewinnspieles statt und wir durften sie für euch kennenlernen. Wir freuen uns immer noch wahnsinnig, dass ihr uns so fleißig so viele Wünsche geschickt habt. Es sind über 50.000 Herzenswünsche – einfach der Wahnsinn!

Zuerst traf Frau Hertlein mit Ihrer Familie ein. Frau Hertlein hatte folgenden Herzenswunsch:

„Hallo, wir haben eine 11-jährige Tochter, Ann-Kathrin, die beeinträchtigt ist! Sie spricht nicht und wir wissen leider nicht, warum! Wir haben schon jede Menge Ärzte konsultiert und leider hat keiner etwas gefunden! Wir, d.h. mein Mann und unser Sohn (16 Jahre), leiden sehr darunter. Wir würden uns von ganzem Herzen eine Delphintherapie für Ann-Kathrin wünschen!!! Vielen Dank, A. Hertlein“

Beim Essen merkten Anne und ich schnell, wie mitteilungsbedürftig Ann-Kathrin eigentlich ist und wie gut man sie verstehen kann. Stolz zeigte sie uns ihre hübsche kleine Kette mit einem Herzchen-Anhänger, die sie zur Kommunion geschenkt bekommen hatte und für diesen besonderen Tag trug. Sie hat uns auch verraten, dass sie sich zu Weihnachten ein Keyboard wünscht … und einen Tiger. Da sind wir mal gespannt. „Ann-Kathrin würde Haus und Hof verraten, wenn sie sprechen könnte“, so Frau Hertlein lachend. Ihr Sohn betont mit einem Augenzwinkern, dass Ann-Kathrin auch gerne mal – wie alle Kinder eben, eingeschlossen ihm selbst – ihren eigenen Kopf hat. Die Familie setzt auf Gleichberechtigung der beiden Kinder „Ann-Kathrin ist ein ganz normales Kind. Sie spricht eben nicht.“ Dafür lacht sie – jede Menge – und beobachtet sehr aufmerksam Ihre Umgebung. Und sie winkt uns sogar kurz von der Bühne zu – ganz professionell natürlich – und trifft damit inmitten unser Herz. Manchmal sagt ein Blick eben mehr als 1.000 Worte.

Hereinspaziert kam dann ein selbstbewußter junger Mann (6 Jahre), gefolgt von seiner Mutter Jeanine Mächtel mit diesem Herzenswunsch:

„Ich 38, Mutter von 2 Söhnen (10J. und 6J.), Hausfrau und alleinerziehend! Bei mir kam gerade alles zusammen, Auto kaputt, Kühlschrank bzw. Gefrierschrank und Waschmaschine kaputt. Und Wasserrohrbruch … Ich weiß nicht, wovon ich alles bezahlen soll bzw. Geschenke für Weihnachten kaufen soll, da ich Hartz IV-Empfängerin bin, nicht arbeiten kann, da ich ein autistisches Kind (Asperger Syndrom) habe! Ich würde mir einen Kühlschrank mit Gefrierkombination und/oder Waschmaschine wünschen! Gerne auch einen Gutschein für Spielsachen und Kleidung.“

Nachdem Sohn Mika Luis uns beim Essen erklärte, dass die Nudeln scharf sind, Schärfe am besten mit Brot neutralisiert wird, denn Wasser helfe da nicht und er scharfes Essen liebt, staunten wir nicht schlecht. Mit ihm – selbstverständlich als Lokführer – reisten wir in seine Welt von Schlössern und Hexen, um dann in Südtirol zu landen und seiner 100km langen Wanderung zu folgen. Kleiner Mann – großes Herz! Jeanine Mächtel verriet uns, dass Mika die Zugfahrt als großer Eisenbahn-Fan richtig aufregend fand. „Wenn man einem so besonderen Ereignis entgegenfährt, wackelt so ein ICE noch stärker. Da kribbelt es überall.“ Bodenständig, gut gelaunt und fürsorglich zählt sie auf, was in den neuen Kühlschrank kommt: „Wir müssen immer einen riesen Vorrat Knick-Joghurts kaufen, die liebt Mika Luis.“ Bei dieser kleinen Familie findet man außerdem viel frisches Obst, Gemüse und Salami im Kühlschrank. Der große Bruder hat nämlich ein Ritual – das tägliche Salami-Brot. Das schmiert ihm Jeanine Mächtel gern, denn sie unterstützt ihre Söhne, wo sie nur kann.

Ein wenig leiser, aber keineswegs weniger glücklich lernten wir dann auch Elke Schlotmann und Herrn Cantauw von der „Mahlzeit Bremen“ kennen.
Diese beiden Menschen sind wahre „Macher“. Herr Cantauw hörte vor genau sechs Jahren zufällig einige Kinderwünsche im Radio. Die Wünsche von warmen Heizungen und leckeren Mahlzeiten berührten ihn so sehr, dass er die „Mahlzeit Bremen“ ins Leben gerufen hat – zuerst als Hoteldirektor, nun von der Initiative selbst finanziert. Elke Schlotmann hat davon erfahren und schickte kurzerhand ihren Herzenswunsch ab.

„Bei uns in Bremen gibt es eine Initiative namens „Mahlzeit“. Hier bekommen Kinder Sonntags eine warme Mahlzeit, und das, auch ohne einen Hartz IV-Nachweis oder ähnliches vorlegen zu müssen, was vielen Familien mit einkommensschwachem Hintergrund auch die Möglichkeit gibt, hier teilzunehmen, ohne sich blossgestellt zu fühlen. So haben diese Kinder die Möglichkeit, zumindest ein Mal in der Woche ein richtiges, warmes Mittagessen zu bekommen. Diese Initiative ermöglicht es den Kindern auch, einmal aus der Stadt herauszukommen, einen Ausflug ins Grüne zu machen – all die Dinge, die eigentlich selbstverständlich für Kinder sein sollten, es aber leider nicht sind. Nähere Details gibt es unter www.mahlzeit-bremen.de.“

Frau Schlotmann konnte kaum glauben, dass sie von uns angerufen wurde und meldete sich daraufhin bei Herrn Cantauw, der ahnungslos in einem Besprechungstermin der „Mahlzeit Bremen“ saß. „Ich sagte ihm, dass ich den Wunsch eingereicht habe und dieser wahr wird und dann war es erstmal ganz still am Telefon“. Sieht und hört man Herrn Cantauw von den glücklichen Kinderaugen erzählen – von Kindern, die aufgrund seiner Initiative die Möglichkeit haben, z.B. auf Inlineskates an ihm vorbei zu sausen – dann strahlen seine Augen wie die der Kinder und er lacht herzlich. „Wenn man sowas hat, dann braucht man keine Weihnachtsgeschenke – Elke, vielen Dank!“. Anne und ich sagen: Herz erobert! – und wir haben durchgerechnet – 10.000,- € reichen für ein ganzes Jahr „Mahlzeit Bremen“ und vielleicht noch ein bißchen mehr.

Ein besonderes Highlight am gestrigen Tage waren natürlich auch unser Glücksbote Bruce Darnell und Moderatorin Mareile Höppner, die charmant durch den Nachmittag führten und freudestrahlend Preise überreichten. Mareile Höppner glänzte in einem festlich roten Kleid mit sexy Silhouette, dazu – Mädels haltet Euch fest! – cremefarbene Pumps, glamourös besetzt mit goldenen Pailetten. Herzlich unkompliziert plauderten sie mit unseren Gewinnern, machten Laufstegtrainings, shoppten weiße Ware und Spielzeug und präsentierten uns die liebe Botschaft aus L.A. von Kreativpartner und Schirmherr dieser Aktion: Wolfgang Joop. Star-Designer Wolfgang Joop, Kreativpartner unseres Warenhausunternehmens, durfte aufgrund einer akuten Augenentzündung nicht reisen und gratulierte den Gewinnern deshalb per Videobotschaft: „Man sollte niemals aufhören zu träumen. Diese Eigenschaft sollte sich jeder bewahren – und wie man sieht, werden manche Träume auch wahr.“

 

1 Kommentar

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    Zirkelbach Marion Pröllerstraße 7q 93197 Zeitlarn
    18. November 2014 um 21:46 Uhr

    Liebes Christkind,wir würden uns für unseren Papa wünschen,das er 2 Wochen eine Kur in der Nordsee oder Ostsee bekäme.Die Reha wurde beantragt und leider abgelehnt..Wir müssen noch zwei Jahre auf die Reha warten.Unsere Papa ist seit 6 Jahren an der Lunge erkrankt.Wir würden in Ruhe und Erholung wünschen..Vieleicht kannst du uns liebes Christkind den Wunsch erfüllen. Gruß Mama,und die drei Mädls

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